Staatliche Rentenversicherung entpuppt sich oft als ein Fass ohne Boden: Man zahlt zwar über Jahrzehnte hinweg ein, aber will man die finanziellen Früchte seines Ruhestands ernten, so bleibt unterm Strich – eine große Enttäuschung. „Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel“ – hier gewinnt ein alter Spruch neue Bedeutung.
Eines ist sicher: Zusatzmodelle müssen her. Immer größerer Beliebtheit erfreut sich die sogenannte „Backsteinrente“, die Altersvorsorge durch Eigenheimbesitz. Vorteil: die Einsparung der Miete im Alter. Das so zusätzlich zur Verfügung stehende Geld ist zudem steuerfrei. Der Trend geht sogar hin zur Zweitimmobilie, wie das Handelsblatt kürzlich berichtete.
Ob in München, Monaco oder auf Mallorca: Mit dem zusätzlichen Eigenheim kann man auf dreierlei Arten in den späteren Ruhestand investieren. Entweder wird die Zweitbehausung andauernd zur Kapitalvermehrung eingesetzt und durchgehend vermietet. Oder die Vermietung erfolgt nur zeitweise, während die Wohnung in der restlichen Zeit als eigenes Urlaubsdomizil genutzt wird.
Dritte Variante: Die Immobilie soll im Alter als Hauptwohnsitz dienen. Nutzern der letzten Möglichkeit empfehlen Experten jedoch, nicht voreilig den Erstwohnsitz ganz aufzugeben, sondern sich zuerst bezüglich Krankenversicherung und Rentenansprüchen eingehend beraten zu lassen. Wenn die Immobilie als Rentensicherheit dienen soll, ist zusätzlich zu beachten, dass sie spätestens zu Rentenbeginn abbezahlt sein sollte – wichtig insbesondere für ältere Käufer. Denn ein schuldenbehaftetes Eigenheim stellt keine Entlastung im Alter dar. (News-Reporter.NET/SV)
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